206. Siegesfest Großbeeren

Programm

205. Siegesfest Großbeeren, Rechte und Lizenzen Gemeinde Großbeeren © by Michael Ukas | All rights reserved.

Die stilechte und detailgetreue Darstellung der Ereignisse des in  Großbeeren ortsansässigen Vereins der  „Historische Truppen“, bildet den Höhepunkt des Siegesfestes. Daneben werden  ganztägige, spektakuläre Unterhaltungsprogramme für Jung und Alt die drei Veranstaltungstage prägen.
Schon am Donnerstagabend wird es einen Prelaunch – für das Festareal gegen. Hier kann man bereits einen Eindruck vom Rummel mit seinen tollen Fahrgeschäften sowie dem „Siegesfest – Dom“, bei einem coolen Drink und guter Musik gewinnen.

Ab Freitag, dem 23. August, geht es dann richtig los!  Erleben Sie die historischen Ereignisse, die Berlin vor Napoleons Besetzung bewahrten.

Es erwarten Sie

205. Siegesfest Großbeeren, Rechte und Lizenzen Gemeinde Großbeeren © by Michael Ukas | All rights reserved.
  • Historische Truppen und Gefechtsdarstellung
  • mehrmals täglich wird moderiert der geschichtliche Hintergrund präsentiert
  • Biwak der historischen Truppen mit Lagerführung
  • große Feldschmiede mit Vorführung und selber ausprobieren für Kinder
  • Historische Händlergasse
  • großer Rummel, Spaß für Jung und Alt
  • Familienerlebniswelt
  • Siegesfest-Dom mit ganztägigem Unterhaltungsprogramm für Kinder und Erwachsene
  • die Abendshows zum Siegesfest im Dom mit  super musikalischem Repertoire
  • reichhaltiges gastronomisches Angebot
    und noch vieles mehr!

Historie

Die Schlacht bei Großbeeren fand am Nachmittag des 23. August 1813, südlich von Berlin, statt. Sie war Teil der Befreiungskriege. Durch die Niederlage der Franzosen wurde die Wiedereinnahme Berlins verhindert und die französische Herrschaft in der Mark Brandenburg beendet.

205. Siegesfest Großbeeren, Rechte und Lizenzen Gemeinde Großbeeren © by Michael Ukas | All rights reserved.

Im mit Frankreich verbündeten Sachsen sammelte Napoleon Bonaparte seine Truppen und wollte von dort nach Berlin vorstoßen, um es erneut einzunehmen. Unter der Führung von Marschall Oudinot marschierte seine ca. 75.000 Mann starke Armee in Richtung Berlin und nahm dabei südlich gelegene Ortschaften wie Trebbin ein. Ziel war es, sich mit der von Hamburg anrückenden Armee von General Davout in Berlin zu vereinigen. Dem entgegen stand die Nordarmee unter dem Befehl von Kronprinz Karl Johann. Die Nordarmee bestand aus schwedischen, preußischen und russischen Truppen und hatte eine Stärke von ca. 100.000 Mann. Die beiden preußischen Korps wurden von General Bülow und General Tauentzien befehligt. Während bei schlechtem Wetter und Regen die französische Armee weiter durch das sumpfige Gelände nach Berlin vordrang, besetzte General Bülow mit seinem Korps Großbeeren. Gegen 16 Uhr erschienen die ersten französischen Truppen vor Großbeeren und fanden es besetzt vor. Durch Artilleriebeschuss vertrieben sie die Preußen aus Großbeeren. Diese zogen sich in das ca. 4 km entfernte Heinersdorf zurück, während die Franzosen in Großbeeren ihr Biwak bezogen.

205. Siegesfest Großbeeren, Rechte und Lizenzen Gemeinde Großbeeren © by Michael Ukas | All rights reserved.

Entgegen des Willen des Oberkommandierenden der Nordarmee, Karl Johann, entschied sich General Bülow für einen Angriff. Er ging zurecht davon aus, nicht die volle französische Truppenstärke vor sich zu haben. Mit 64 Kanonen eröffnete er das Gefecht in Großbeeren. Gleichzeitig griffen aus dem östlichen Kleinbeeren weitere preußische Truppen in die Schlacht ein. Als 35.000 Mann mit Bajonettangriff in das völlig zerstörte Großbeeren einrückten, zwangen sie so die Franzosen zum Rückzug. Ein Kavallerieangriff von 2000 Reitern, entsendet von Marschal Oudinot, welcher mit mit seinen Truppen noch in Ahrensdorf stand, konnte zurückgeschlagen werden. In der gleichen Nacht zogen sich alle südlich von Berlin liegenden napoleonischen Streitkräfte nach Wittenberg zurück.

Kontakt

Interessierte Teilnehmer können sich hier bewerben.

Presse

Märkische Allgemeine, Marina Ujlaki, 22.08.2018:

Großbeeren feiert 205. Siegesfest

AM Wochenende findet in Großbeeren das 205. Siegesfest statt. Es erinnert an den Sieg preußischer, russischer und schwedischer Truppen über Napoleons Franzosen 1813.

Große Strohballen-Puppen künden schon am Ortseingang vom bevorstehenden Ereignis: Großbeeren feiert zum 205. Mal sein Siegesfest. Und auch in der Gemeinde selbst ist zu sehen und zu spüren, dass die Großbeerener zwischen dem 24. bis 26. August viele Gäste erwarten. Gemeinsam mit ihnen begehen sie als größte Veranstaltung des Jahres das traditionelle Gedenk- und Volksfest.

Fest mit langer Tradition

Das Siegesfest wird alljährlich in Erinnerung an die siegreiche Schlacht bei Großbeeren gefeiert, in der es General von Bülow und seinen Verbündeten im August 1813 gelang, vor den Toren Berlins die napoleonische Armee zurückzuschlagen. Als „ein Fest mit langer Tradition, ein Familienfest mit geselligem Beisammensein, aber auch Geschichtsstunde“, würdigte Großbeerens Bürgermeister Tobias Borstel (SPD) das Siegesfest. In einem Grußwort dankte er unter anderem der Arbeitsgruppe Siegesfest, den ortsansässigen Vereinen und der evangelischen Kirchengemeinde für die Vorbereitung. „Dem Organisationsteam ist es erneut gelungen, ein buntes Programm zusammenzustellen. Viel Altbewährtes ist dabei, aber auch Neues. Aufgrund des ehrenamtlichen Engagements konnten drei Tage prall mit Programm gefüllt werden“, so der Bürgermeister.

Fackel- und Lampionumzug schon am Freitag

So beginnt das 205. Siegesfest traditionell mit dem Fackel- und Lampionumzug. In diesem Jahr findet der bei Groß und Klein beliebte Umzug erstmalig am Freitagabend und gleich im Anschluss an den ebenfalls traditionellen Marsch der historischen Truppen 1813 von Heinersdorf nach Großbeeren statt. Somit können die Gäste schon am Freitag historische Traditionen, wie die Eröffnung des Biwaks am Küsterteich mit der Fourage-Verteilung erleben.

Gefechtsszenen werden nachgestellt

Am Samstag lohnt sich unter anderem am Nachmittag ein Spaziergang von der Festwiese zur Bülow-Pyramide. Nach einer Ehrung der Gefallenen aller Nationen werden die Besucher ins Jahr 1813 zurückversetzt. In historischen Kostümen und mit historischen Waffen werden Gefechtsszenen der „Schlacht bei Großbeeren“ nachgestellt. Im Biwak am Küsterteich wird anschaulich dargestellt, unter welchen Bedingungen die Soldaten damals gelebt haben.

Der Sonntag, 26. August, beginnt mit einem Ehrenappell der historischen Truppen am Gedenkturm.

Großes Volksfest

Die Großbeerener feiern an diesem Wochenende natürlich auch ein großes Volksfest. Ein Rummel, Musik und Tanz im Festzelt, Aktivitäten im Pfarrgarten und rund um die Schinkelkirche sowie ein bunter Markt auf der Dorfaue laden zum Bummeln und Verweilen ein.

Wer das Wahrzeichen von Großbeeren, den Gedenkturm mit dem kleinen Museum besichtigen möchte, hat dazu beim Siegesfest ebenfalls Gelegenheit. Die ehrenamtlichen „Turmwächter“ sorgen dafür, dass das touristische Highlight am Ort sowohl Freitagabend als auch am gesamten Wochenende für Besucher zugänglich ist. Und wer dann den Aufstieg über 137 Stufen nicht scheut, kann sich das Festgeschehen von oben anschauen – und bei guter Sicht bis zu 30 Kilometer in die Ferne blicken.