206. Siegesfest Großbeeren


Liebe Großbeerener, Mitwirkende, Freunde des Siegesfestes
 
Im Folgenden wollen wir Sie zum Stand des diesjährigen Siegesfestes informieren und einen Ausblick auf das Jahr 2021 geben.
Die Nachbereitungen des 206. Siegesfestes zeigten sowohl bei der Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber (Verwaltung Großbeeren) als auch bei Details der Festdurchführung, Verbesserungspotenzial.
Um unnötige Schnittstellen und somit Fehlerquellen zu vermeiden, haben wir Schlüsselaufgaben wie zum Beispiel die Programmgestaltung und Koordination der historischen Truppen, eigentlich in der Verantwortung der Gemeinde, übernommen.
Im Ergebnis dieser Maßnahmen und in Umsetzung Ihrer Verbesserungsvorschläge ergab sich, dass das diesjährige Siegesfest ein echter Hammer geworden wäre.
So haben die historischen Truppen ihr Programm umgestellt, um in diesem Jahr mit starker Besetzung schon am Freitagabend am Fackelumzug teilzunehmen.
Die Nähe zur Bevölkerung wäre durch verschiedene Aktivitäten wie
– Requirieren von Lebensmitteln in kleinen Trupps
– Streifengänge unter Einbeziehung der Besucher im Gelände
– Vorführungen wie Feldgericht
– Exerzierübungen und
– Führungen und Erklärungen im Biwak zu festen Zeiten
hergestellt worden.
Somit wäre schon am Freitagabend aus unserem Fackelumzug ein echtes Highlight geworden. Der Spielmannszug aus Mittenwalde hätte wie schon im vergangenen Jahr begeistert. Die Treckerfreunde Kleinbeeren haben ihre Teilnahme mit mindestens sechs Kremsern zugesagt. Somit wäre es Senioren und Menschen mit Einschränkungen möglich gewesen, dabei zu sein.
Auf der Festwiese hätte ein „Oktoberfestzelt“ für über 450 Personen mit Ausschank, Bühne und Tanzboden, zum Feiern eingeladen.
Nachdem die Sicht auf die Interpreten im letzten Jahr schlecht war, haben wir Wert darauf gelegt, unser „Oktoberfestzelt“ einseitig komplett öffnen zu können. So hätten unsere diesjährigen Interpreten, wie ein Helene Fischer Double, auch den Außensitzbereich begeistert.
Ein besonderes Augenmerk haben wir auch auf die Wünsche der Jugendlichen gerichtet.
Mit Unterstützung eines Unternehmens aus dem GVZ wäre eine separate Containerlandschaft entstanden. Hier wäre, in entsprechender Atmosphäre Gaming, Social Media Bereich, Karaoke oder einfach nur ein Rückziehort für Euch, möglich gewesen.
Kulinarisch haben wir ebenfalls nachgelegt und das Angebot vielfältig aufgestockt. Unter anderem wäre das Zapfwerk mit seinen beliebten Burgen vor Ort gewesen, aus dem Fernsehen bekannte Food-Trucks vom RAW Gelände
genauso wie eine tolle und leckere Mischung aus regionalen Anbietern für Eis, Milchshakes, Bubble Tea, Waffeln und noch vieles mehr.
Auch für den letzten vom Sportlehrer Rätsch betreuten Bülow-Lauf, haben wir ein besonderes Highlight als Überraschung geplant. In der Hoffnung, dieses noch bieten zu können, verraten wir es an dieser Stelle nicht.
Im komplett neu geplanten Gesamtlayout fand auch der Rummel, der in diesem Jahr nochmals stark zugelegt hat, einen neuen Platz. So rückten die bisher vertraglich gebunden Fahrgeschäfte und zum Rummel zugehörige gastronomische Angebote
– Autoscooter                                            
– Fall Tower                                    
– Break Dane                                              
– Scheibenwischer
– Laufhaus „Hüttengaudi“
– Babyflug
– Kinderschleife
– 2 Kinderkarussell                       
– große Kinder-Eisenbahn
– Greifer
– Riesenrad
– Ballwerfern          
– Schießbude          
– Entenangeln        
– Losbude    
– Trampolin
– Automatenspiele                       
– Candy Castle
– Bäckerei und Crêpes
– Bowle
– Currywurst
– Lángos
– Zuckerwatte und kandierte Früchte
– Bier/Getränkewagen
– 8eck Grill
weiter vom historischen Geschehen weg und näher an die Familienwelt heran.
Um die Sicherheit der Besucher und Teilnehmer sicher zu stellen, haben wir
Die Beleuchtung von Wegen und anderen neuralgischen Punkten vorgesehen.
Auch den Handwerkermarkt haben wir von der Ruhlsdorfer Straße auf die Festwiese verlegt. Wir konnten niemanden erneut zumuten „Leib und Leben“ zu riskieren, wenn Tennis-Enthusiasten durch die gesperrte Händlergasse fahren.
Nur in einem Punkt hätten wir keine Verbesserung zum letzten Jahr erreicht.
Leider müssen wir Ihnen an dieser Stelle mitteilen, dass unser allseits beliebter
„Klomann“, Herr Daniel P., in diesem Jahr verstorben ist. 
Nachdem all dies durch Corona in diesem Jahr verloren scheint, prüft die Gemeinde Großbeeren, ob eine Übertragung ins nächste Jahr möglich ist. Wir haben hierzu einen erheblichen Kostennachlass angeboten.
In jedem Fall hoffen wir, dass die Verwaltung die GV überzeugen kann, dass  eine längerfristige und mehrjährige Ausschreibung, erhebliche Einsparungen für die Gemeindekasse brächte.
 
Gerd Wiebe
Jan-Henrik Lüer
Plaided Events
 
 

1813 wurde in Großbeeren die  Armee von Napoleon Bonaparte geschlagen und die erneute Besetzung Berlins verhindert. Seit dieser Zeit gedenkt man diesen historischen Ereignissen in  Großbeeren alljährlich am letzten Wochenende im August mit einem Siegesfest.

Seien Sie dabei, wenn die Geschichte der Kämpfe zwischen den Truppen Napoleons und der preußischen Nordarmee vor den Toren Berlins wieder lebendig wird. Unter Mitwirkung von historischen Truppen aus ganz Europa wird hier Geschichte zum Anfassen geboten.
Inzwischen handelt es sich beim Siegesfest um ein traditionelles familienfreundliches Event für alle Altersgruppen bei freiem Eintritt. Es gibt historische Vorführungen, authentisches Lagerleben im Biwak, einen historischen Handwerkermarkt mit Gauklern und Puppenspielern.
Die Familien-Erlebniswelt unterhält Groß und Klein im Freien und im Festzelt mit Live-Acts. Abends verwandelt sich dieses bei Live-Musik und Disco zur
Partyzone. Mit einer bunten Vielfalt an Fahrgeschäften rundet der beliebte Rummel das Siegesfest ab.

In allen Bereichen ist für das leibliche Wohl gesorgt und man kann auf kulinarische Überraschungen gespannt sein. Während am Freitag, dem 23.08.2019, der Rummel und das Festzelt ab 14.00 Uhr öffnen werden, führt gegen 19.30 Uhr der beliebte Fackel- und Lampionumzug alle Besucher vom Ortseingang zur Festwiese.

In allen Bereichen ist für das leibliche Wohl gesorgt und man kann auf kulinarische Überraschungen gespannt sein.
Während am Freitag, dem 23.08.2019, der Rummel und das Festzelt ab 14.00 Uhr öffnen werden, führt gegen 19.30 Uhr der beliebte Fackel- und Lampionumzug alle Besucher vom Ortseingang zur Festwiese.

Es erwarten Sie

  • Historische Truppen und Gefechtsdarstellung
  • mehrmals täglich wird moderiert der geschichtliche Hintergrund präsentiert
  • Biwak der historischen Truppen mit Lagerführung
  • große Feldschmiede mit Vorführung und selber ausprobieren für Kinder
  • Historische Händlergasse
  • großer Rummel, Spaß für Jung und Alt
  • Familienerlebniswelt
  • Siegesfest-Dom mit ganztägigem Unterhaltungsprogramm für Kinder und Erwachsene
  • die Abendshows zum Siegesfest im Dom mit  super musikalischem Repertoire
  • reichhaltiges gastronomisches Angebot
    und noch vieles mehr!

Historie

Die Schlacht bei Großbeeren fand am Nachmittag des 23. August 1813, südlich von Berlin, statt. Sie war Teil der Befreiungskriege. Durch die Niederlage der Franzosen wurde die Wiedereinnahme Berlins verhindert und die französische Herrschaft in der Mark Brandenburg beendet.

Im mit Frankreich verbündeten Sachsen sammelte Napoleon Bonaparte seine Truppen und wollte von dort nach Berlin vorstoßen, um es erneut einzunehmen. Unter der Führung von Marschall Oudinot marschierte seine ca. 75.000 Mann starke Armee in Richtung Berlin und nahm dabei südlich gelegene Ortschaften wie Trebbin ein. Ziel war es, sich mit der von Hamburg anrückenden Armee von General Davout in Berlin zu vereinigen. Dem entgegen stand die Nordarmee unter dem Befehl von Kronprinz Karl Johann. Die Nordarmee bestand aus schwedischen, preußischen und russischen Truppen und hatte eine Stärke von ca. 100.000 Mann. Die beiden preußischen Korps wurden von General Bülow und General Tauentzien befehligt. Während bei schlechtem Wetter und Regen die französische Armee weiter durch das sumpfige Gelände nach Berlin vordrang, besetzte General Bülow mit seinem Korps Großbeeren. Gegen 16 Uhr erschienen die ersten französischen Truppen vor Großbeeren und fanden es besetzt vor. Durch Artilleriebeschuss vertrieben sie die Preußen aus Großbeeren. Diese zogen sich in das ca. 4 km entfernte Heinersdorf zurück, während die Franzosen in Großbeeren ihr Biwak bezogen.

Entgegen des Willen des Oberkommandierenden der Nordarmee, Karl Johann, entschied sich General Bülow für einen Angriff. Er ging zurecht davon aus, nicht die volle französische Truppenstärke vor sich zu haben. Mit 64 Kanonen eröffnete er das Gefecht in Großbeeren. Gleichzeitig griffen aus dem östlichen Kleinbeeren weitere preußische Truppen in die Schlacht ein. Als 35.000 Mann mit Bajonettangriff in das völlig zerstörte Großbeeren einrückten, zwangen sie so die Franzosen zum Rückzug. Ein Kavallerieangriff von 2000 Reitern, entsendet von Marschal Oudinot, welcher mit mit seinen Truppen noch in Ahrensdorf stand, konnte zurückgeschlagen werden. In der gleichen Nacht zogen sich alle südlich von Berlin liegenden napoleonischen Streitkräfte nach Wittenberg zurück.